Fossilien aus der Tethys
Was war die Tethys?

Die Tethys war ein Ozean der im Mesozoikum existierte. Sie umspülte den Superkontinent Pangaea im Osten. Als Pangaea sich im Jura in Gondwana und Laurasia aufspaltete dehnte sich dieser Ozean in Richtung des heutigen Europas aus. Das heutige Mittelmeer ist also der Nachfolger der Tethys.
Gerade während des Juras waren große Bereiche des heutigen Deutschlands von Flachwasserzonen bis hin zu Tiefseebecken bedeckt. Von den Ablagerungen dieser Meeresbereiche zeugen heute beispielsweise die Schichten des schwarzen Juras (Offenes Meer) von Holzmaden/ Ohmden, aber auch die Plattenkalke von Solnhofen (Randbereiche und Lagunen). Dadurch wurden natürlich auch viele Lebewesen des Tethys Ozeans überliefert und können heute als Fossilien gefunden werden.

Der Tethys Ozean

Namensgebung

Der Name Tethys entstammt der griechischen Mythologie. Sie war die Mutter der Europa, so gesehen ist es stimmig dass das Mittelmeer an Europa grenzt - und dieses ein Überbleibsel der Tethys ist. Der Name Tethys wurde 1893 von Eduard Suess, ein österreichischer Geologe, vorgeschlagen. Nebenbei bemerkt ist Tethys auch der Name einer der größeren Monde des Saturns.


Was sind Fossilien?

Das Wort "Fossil" stammt vom lateinischen "fossilis" was soviel wie "ausgraben" bedeutet. Umgangssprachlich nennt man Fossilien auch Versteinerungen. Früher wurden diese als Petrefakten bezeichnet. Der Begriff "Petrefakt" stammt aus dem Griechischen und bedeutet "Stein". Generell kann man sagen das alle Überreste von Tieren oder auch Pflanzen welche älter als ca. 10.000 Jahre sind als Fossilien bezeichnet werden können. Jüngere Überreste werden als "Sub-Fossil" bezeichnet. Heutige Lebewesen nennt man als "rezent", also heute lebend.


Kann man Fossilien aus der Tethys selber suchen?

In Holzmaden und Ohmden stehen zwei Steinbrüche zur Verfügung in denen man selber auf die Jagt nach Fossilien gehen kann. Zum einen der Schieferbruch Kromer und der Urweltsteinbruch Fischer.

In Eichstätt steht der Besucherbruch auf dem Blumenberg / Harthof zur Verfügung. In Mörnsheim kann man im Besuchersteinbruch Mühlheim Fossilien suchen.

Achtung: Bitte betreten Sie keine bewirtschafteten Brüche!

Es gibt in diesen Regionen auch bewirtschaftete Brüche und meist sehen es die Bruchbesitzer (schon aus versicherungstechnischen Gründen) nicht gerne wenn man in diese zum Suchen geht. Auch ist es mit Kindern zum Teil recht gefährlich da diese Brüche Steilkanten von mehreren Metern haben können. Desweiteren sind die Fossilien dort Eigentum der Steinbruchbesitzer.

Ammonit - Bild © M.Sauter Knochenfisch - Bild © M.Sauter Dentriten - Bild © M.Sauter Krebs - Bild © M.Sauter

Wo kann man solche Fossilien erwerben?

Oftmals hat man ja leider nicht die Möglichkeit selber Fossilien zu sammeln, daher ist man dann auf Zukauf angewiesen.

Neben den eventuell vor Ort vorhandenen Läden (die meist auch Schmuck, Esoterikartikel und Mineralien vertreiben) finden sich reine Fossilienhändler meist auf Börsen oder Messen. Eine wirkliche Alternative dazu bietet der Handel von Fossilien im Internet.

Falls diese Händler die Möglichkeit bieten das Fossil in Augenschein nehmen zu können (Rückgaberecht) ist dies risikolos, da man sich erst dann entscheiden kann ob man diese Fossilien behält oder nicht (Wenngleich man unter Umständen das Porto bezahlen muss). So gesehen ist der Einkauf von Fossilien über das Internet eine echte Alternative. Einige der im Internet zu findenden Fossilienhändler stellen zusätzlich noch auf Börsen aus, was dann dem Kunden natürlich alle Möglichkeiten bietet.


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